Ex-Köln Verteidiger Song coacht Kamerun

Ende des Monats stehen die entscheidenden Spiele der WM-Qualifikation an – und gerade in den afrikanischen Ländern ist die Anspannung groß und es wird gezielt nach neuen Impulsen gesucht. So vollzieht nach Ghana und Nigeria nun auch Kamerun einen Trainerwechsel im Vorfeld der Play-Offs. Der neue Mann an der Seitenlinie der unbezähmbaren Löwen ist ein alter Bekannter aus dem europäischen Fußball: Rigobert Song, Kameruns Rekordnationalspieler und ehemaliger Spieler unter anderem für den 1. FC Köln, den FC Liverpool und Galatasaray Istanbul.

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Rekordnationalspieler für die Unbezähmbaren Löwen

Rigobert Song hat 137 Mal für die kamerunische Nationalmannschaft gespielt. Als Trainer hat er sich im Vereinsfußball noch keinen Namen gemacht. Song ist jedoch kein Unbekannter in der kamerunischen Nationalmannschaft: Von 2016 bis 2018 war der ehemalige Verteidiger Trainer der kamerunischen A-Mannschaft, einer Auswahl kamerunischer Profis, die in der heimischen Fußballliga spielen. Im Jahr 2018 war er vorübergehend Interimstrainer der Nationalmannschaft. Im Jahr 2016 erlitt Song einen Schlaganfall und lag vorübergehend im Koma. Inzwischen hat sich Song jedoch wieder vollständig erholt. Zuletzt trainierte er noch die U23-Nationalmannschaft seines Landes.

Toni Conceicao wird von Staatspräsident Biya entlassen

Nun wurde Song vom kamerunischen Staatspräsidenten Paul Biya direkt zum Nationaltrainer ernannt. Zuvor war sein Vorgänger Toni Conceicao entlassen worden.
Trotz eines dritten Platzes war der Afrika-Cup für das Land eine große Enttäuschung – als Veranstalter hatte man sich mehr erhofft. Conceicao gelang es nicht, die Mannschaft mit all ihren Superstars und einem euphorischen Publikum im Rücken ins Finale zu führen. Auch seine Personalentscheidungen standen stark in der Kritik. So saß der erfahrenste Nationalspieler, der Stürmer Eric Maxime Choupo-Moting vom FC Bayern, während des gesamten Turniers nur auf der Bank.

Harte Herausforderung für Kamerun: Algerien

In der WM-Qualifikation wartet nun eine schwere Aufgabe auf Rigobert Song. Die unbezähmbaren Löwen treffen auf die Mannschaft aus Algerien. Das Hinspiel findet am Freitag, 25. März, in Yaounde statt. Nur vier Tage später wird das Rückspiel entscheidende Bedeutung haben. Eine WM ohne das Team aus Kamerun wäre nur schwer vorstellbar.

Max Stargard

Von Max Stargard

Schon als Kind fing ich in der Schule mit meinen Freunden an, die Ergebnisse der Bundesliga zu tippen. Der Einsatz war damals bescheiden: Das Pausenbrot, ein paar Murmeln oder vielleicht auch mal eine Milchschnitte. Dann spielte ich mit 9 Jahren einmal die Elferwette - und hatte sogleich 10 Richtige. In der Vorwoche gab es dafür glatte 500 DM als Gewinn und ich malte mir in meiner kindlichen Phantasie bereits aus, wieviele Fussballbilder ich mir dafür im Kiosk an der Ecke kaufen könnte. Dummerweise war dies einer dieser Spieltage, an denen einfach alles so eintraf, wie man es sich denken konnte und mein Gewinn betrug nur 8.10 DM. Nichtsdestrotrotz verfolgte mich die Leidenschaft, den Ausgang von Sportereignissen richtig vorherzusagen ein Leben lang. All zu gerne hätte ich den Sport-Almanach besessen, den Marty McFly sich in Zürück in die Zukunft II gekauft hatte. Sehr viel später, als ich bereits als Journalist für Zeitungen und als Autor fürs Fernsehen tätig war, stieß ich auf ein internationales Wettforum mit über 100.000 Mitgliedern - und fand heraus, dass dort zwar jede Menge Leute ihre Tipps zu deutschen Fußball abgaben, niemand aber so richtig Ahnung zu haben schien und schrieb daraufhin ein paar englischsprachige Vorberichte mit ein paar Tips dazu - und lag mit allem richtig. Anschließend begann sich eine Lawine in den Gang zu setzen. Ich bekam Angebote von Buchmachern, Sportzeitungen und sogar Wettsyndikaten, um für sie zu arbeiten - und ich nahm auch einige davon an und erlebte in den darauffolgenden Jahren die Up’s & Downs im Bereich der Sportwetten und Reisen durch die halbe Welt. Dort traf ich auf Chinesische Multimillionäre, die fünf- bis sechsstellige Summen setzten, Amateurspieler in Serbien oder der Türkei, die mit kleinen Einsätzen ihre Familien ernährten, Südafrikaner, die ihr halbes Vermögen verspielten, Brasilianer, die nur durch richtige Tipps ihre Favelha verlassen konnten und reich wurden. An einem Punkt war mein Leben ähnlich wie dem von Matthew McCaughaney im Film “Two For The Money” - und viel zu viel Streß. Ich zog anschließend auf einen anderen Kontinent und betrieb von dort aus ein englischsprachiges Fußball-Epaper über die Bundesliga. Nach der Geburt meines Sohnes widmete ich mich über viele Jahre indes nur künstlerischen Projekten im Bereich der Fotografie und Literatur. Ich bin aber froh, mein Wissen und meine Leidenschaft mit den Leser von Wettanbieter-Check teilen zu dürfen.