Hamburger SV vs. FC St.Pauli – Wett Tipp, Prognose, Quoten zum 2. Bundesliga-Spiel (21.01.2022, 18:30 Uhr)

Am Freitag kommt es zum Stadtderby zwischen den beiden wichtigstens Mannschaften Hamburgs: Dem Hamburger SV und dem FC St.Pauli. 2000 Zuschauer dürfen daran im Volksparkstadion teilnehmen. Anpfiff wird um 18:30 Uhr sein. Lies unsere Expertenanalyse beider Vereine und unseren Wett-Tipp.

Übrigens: Falls du auf dem Smartphone Wetten abschließen willst, solltest du unseren Vergleich der wichtigsten Sportwetten Apps lesen.

Was spricht für den Hamburger SV?

  • Aufwind nach Sieg im DFB-Pokal
  • Noch ohne Heimniederlage

Was spricht für den FC St.Pauli?

  • Aufwind nach Sieg im DFB-Pokal
  • Letzte Niederlage im Volksparkstadion vor 20 Jahren

Das Spitzenspiel des 20. Spieltags steigt im Hamburger Volksparkstadion. Der Tabellenfünfte der HSV empfängt den derzeitigen Spitzenreiter FC St.Pauli. Vor allem ist dies aber ein wie immer brisantes Stadtderby zwischen zwei Erzrivalen, die beide den Aufstieg anvisieren. Beide kommen zudem mit allerhand Rückenwind in dieses Derby. Sowohl der HSV als auch St.Pauli schmissen am Dienstag Mannschaften aus der 1.Bundesliga aus dem Pokal. 

Unser Wett-Tipp

  • Tipp: FC St.Pauli +0.25 
  • Buchmacher: Betway
  • Quote: 1.95 

Expertenanalyse Hamburger SV

Erst zweimal verloren und dennoch nur auf dem 5.Platz! Der Hamburger SV verzweifelt in dieser Saison daran, Siege einzufahren. Sie sind zu gut um zu verlieren, aber auch zu schlecht um zu gewinnen. Keine andere Mannschaft in der 1. oder 2. Bundesliga hat so häufig die Punkte geteilt wie der HSV, schon ganze 10 mal – aber auch keine andere Mannschaft in diesen Ligen hat so selten verloren – erst zweimal! Doch selbst im letztlich erfolgreichen DFB-Pokalspiel am Dienstag erreichte die Mannschaft um Kapitän Sebastian Schonlau nur ein Unentschieden. 

Aber immerhin, der HSV hat einen sehr guten Auftritt in Köln hingelegt. Von einem Klassenunterschied im Spiel gegen den Tabellenneunten der 1.Bundesliga war nicht zu erkennen. Zwei Pfostenschüsse und mehrere Großchancen hätten das Spiel schon in der regulären Spielzeit entscheiden können. Die Abwehr stand sicher gegen die Kölner, in der Offensive konnten viele Torchancen herausgeholt werden. Der Sieg wird für viel Selbstvertrauen in der Mannschaft des HSV sorgen. Und das ist auch notwendig im Kampf um den Aufstieg – und vor allem gegen die Angst, Führungen aus der Hand zu geben, wie es auch in Köln wieder passierte, als Modeste noch in der letzten Spielminute den Ausgleich markierte. 

Jetzt kommt der Erzrivale aus Hamburg-St.Pauli rüber nach Stellingen. Und das schon zum 4. Mal seit dem Abstieg des HSV in die zweite Bundesliga – und seither wartet man im heimischen Volksparkstadion noch auf einen Derbysieg. 

Personell kann Trainer Tim Walter aus dem vollen Schöpfen. Bis auf den Langzeitverletzten Tim Leibold stehen ihm alle Spieler zur Verfügung.  

Expertenanalyse FC St.Pauli

Als man beim Hamburger SV noch völlig aus dem Häuschen war, dass man einen Erstligisten aus dem Pokal kicken konnte und sich vielleicht das ein oder andere Holsten gönnte, meinte man bei Pauli nur “Hold my Astra”: In regulärer Spielzeit besiegte man den Pokaltitelverteidiger und Championsleague-Teilnehmer mal eben 2:1, wobei der große Haaland für seinen Treffer einen Handelfmeter benötigte, ansonsten blieb auch der Norweger an diesem Abend blass. Zwar hatte Dortmund mehr Spielanteile, doch ließ auch St.Pauli keinen Klassenunterschied erkennen. Man hielt die Stars um Bellingham, Witsel und Co. stets im Schach und zog nicht unverdient in das Viertelfinale ein. 

Und wenn man erstmal gegen so eine Übermannschaft wie Borussia Dortmund gewinnen kann, dann hat man auch vor dem Nachbarn vom HSV keinen Bammel, zumal man auch gegen Mannschaften wie Werder Bremen oder Schalke 04 nicht verloren hat bislang. Und bis auf den von einer Covid-Infektion außer Gefecht gesetzten Jungstürmer Matanovic ist der gleiche Kader wie im Pokalspiel gegen Dortmund verfügbar.

Head-2-Head und andere Statistiken

In Bundesliga-Zeiten war das stets ein Lieblingsspiel für den HSV. Man hatte ein zusätzliches Heimspiel und gewann die Spiele zumeist locker, St.Pauli gewann nur zwei der 16 Vergleiche im Oberhaus. Aber seit dem Abstieg in die zweite Liga konnte der HSV erst ein einziges Mal gegen St.Pauli gewinnen4mal hingegen gewann der FC St.Pauli

Der Kiezklub geht also ohne Ängste in diese Partie. Der HSV kann sich zwar auf seine Heimstärke verlassen (noch ohne Niederlage), jedoch konnten in der heimischen Arena erst vier Siege geholt werden. Vielleicht kann der HSV die Auswärtsschwäche der Paulianer ausnutzen: In der Auswärtstabelle rangiert der Tabellenführer nur auf dem 10.Rang. 

Unser Wett-Tipp für Hamburger SV vs. FC St.Pauli

Beide gehen mit sehr viel Selbstvertrauen in dieses Match, dass leider vor nur 2000 Zuschauern stattfinden kann. Das ist in einem Stadion für 55.000 nicht viel. Beide spielen Ballbesitzfußball und verfügen über ein starkes Mittelfeld, dass sich in diesem Spiel gegenseitig neutralisieren wird. Beide Mannschaften sind, wie sie bewiesen haben, fähig in der Bundesliga mitzuhalten und werden am Ende der Saison eventuell sogar gemeinsam aufsteigen. In diesem Spiel jedoch liegt ein ein erster Derbysieg des HSV gegen den Nachbarn noch nicht in der Luft. Zwar hatte St.Pauli auch einige Aussetzer auf des Gegners Platz wie beim 0:3 in Kiel oder dem 0:4 in Darmstadt, aber so eine Niederlage ist in diesem Derby nicht zu erwarten. Der FC St.Pauli kann hier ein Unentschieden (ohnehin das Lieblingsergebnis des HSV) holen und eventuell sogar mehr. 

Unser Tipp ist daher auf den FC St.Pauli fokussiert und wir haben uns für das Asian Handicap +0.25 entschieden. Gibt es ein Unentschieden, wird der halbe Einsatz berechnet, bei einem Sieg der volle. 

Auch der direkte Tipp auf Unentschieden ist bei so einem Punkteteiler wie dem Hamburger SV eine direkte Option. Hier sind Quoten um 3.5 bei den wichtigsten Sportwettenanbietern zu erhalten. 

Unser Wett-Tipp: FC St.Pauli +0.25 
Quote: 1.95 bei Betway

Bei Betway wie auch bei vielen weiteren Anbietern gibt es noch relativ hohe Quoten für den Tabellenführer aus dem Hamburger Stadtteil St.Pauli.

Max Stargard

Von Max Stargard

Schon als Kind fing ich in der Schule mit meinen Freunden an, die Ergebnisse der Bundesliga zu tippen. Der Einsatz war damals bescheiden: Das Pausenbrot, ein paar Murmeln oder vielleicht auch mal eine Milchschnitte. Dann spielte ich mit 9 Jahren einmal die Elferwette - und hatte sogleich 10 Richtige. In der Vorwoche gab es dafür glatte 500 DM als Gewinn und ich malte mir in meiner kindlichen Phantasie bereits aus, wieviele Fussballbilder ich mir dafür im Kiosk an der Ecke kaufen könnte. Dummerweise war dies einer dieser Spieltage, an denen einfach alles so eintraf, wie man es sich denken konnte und mein Gewinn betrug nur 8.10 DM. Nichtsdestrotrotz verfolgte mich die Leidenschaft, den Ausgang von Sportereignissen richtig vorherzusagen ein Leben lang. All zu gerne hätte ich den Sport-Almanach besessen, den Marty McFly sich in Zürück in die Zukunft II gekauft hatte. Sehr viel später, als ich bereits als Journalist für Zeitungen und als Autor fürs Fernsehen tätig war, stieß ich auf ein internationales Wettforum mit über 100.000 Mitgliedern - und fand heraus, dass dort zwar jede Menge Leute ihre Tipps zu deutschen Fußball abgaben, niemand aber so richtig Ahnung zu haben schien und schrieb daraufhin ein paar englischsprachige Vorberichte mit ein paar Tips dazu - und lag mit allem richtig. Anschließend begann sich eine Lawine in den Gang zu setzen. Ich bekam Angebote von Buchmachern, Sportzeitungen und sogar Wettsyndikaten, um für sie zu arbeiten - und ich nahm auch einige davon an und erlebte in den darauffolgenden Jahren die Up’s & Downs im Bereich der Sportwetten und Reisen durch die halbe Welt. Dort traf ich auf Chinesische Multimillionäre, die fünf- bis sechsstellige Summen setzten, Amateurspieler in Serbien oder der Türkei, die mit kleinen Einsätzen ihre Familien ernährten, Südafrikaner, die ihr halbes Vermögen verspielten, Brasilianer, die nur durch richtige Tipps ihre Favelha verlassen konnten und reich wurden. An einem Punkt war mein Leben ähnlich wie dem von Matthew McCaughaney im Film “Two For The Money” - und viel zu viel Streß. Ich zog anschließend auf einen anderen Kontinent und betrieb von dort aus ein englischsprachiges Fußball-Epaper über die Bundesliga. Nach der Geburt meines Sohnes widmete ich mich über viele Jahre indes nur künstlerischen Projekten im Bereich der Fotografie und Literatur. Ich bin aber froh, mein Wissen und meine Leidenschaft mit den Leser von Wettanbieter-Check teilen zu dürfen.