Wettquoten und Quotenschlüssel erklärt – Was ist das und wie werden sie errechnet

Bei der Wettquote handelt es sich um die in einer Zahl ausgedrückte Gewinnwahrscheinlichkeit. In Europa handelt es sich dabei fast ausschließlich um Dezimalzahlen

In Großbritannien werden die Quoten in Bruchzahlen dargestellt und in den USA sind die sogenannten US-Quoten üblich. Mittlerweile lässt sich bei nahezu jedem Wettanbieter mittels der Konfiguration einstellen, welche Darstellungsweise du bevorzugst. Bei Wettanbieter-Check.com stellen wir die Quoten in Dezimalzahlen dar. 

Die Wettquoten zeigen dir genau an, wie viel du gewinnen kannst. Bei einer Quote von 2.20 und einem Einsatz von 10€ kannst du 10€*2.20 gewinnen – das entspricht 22.00€. 

Je höher die Quote, umso mehr steigt der Profit bei gleichzeitig geringerer Gewinnwahrscheinlichkeit. 

Bei einer Kombinationswette werden die einzelnen Quoten miteinander multipliziert. Angenommen, du setzt auf zwei Spiele mit einer Quote von 2.20, dann beträgt die Gesamtquote deiner Kombiwette 2.20*2.20 = 4.84. 

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Dein möglicher Gewinn in diesem Fall wären 48.40€.

Bei den Quoten werden die Wahrscheinlichkeiten in Dezimalzahlen umgerechnet. So beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fußballspiel mit einem Sieg oder einem Unentschieden endet, 100 %. Eine Vielzahl von Faktoren und Berechnungen ergeben letztlich die einzelnen Quoten. Hierzu zählen unter anderem das Leistungspotenzial eines Vereins, historische Daten, aber auch die letzten Ergebnisse der beteiligten Mannschaften.

Natürlich kann man sich sicher sein, dass der Topfavorit “zu 100% siegen” wird. Allerdings sollte man sich immer die Frage stellen, was unter verschiedenen Situationen im selben Spiel passieren könnte. Etwa wenn es einen frühen Platzverweis gibt? Oder einem überraschenden Tor des Außenseiters? Was wäre, wenn sich ein wichtiger Spieler früh verletzt? Oder falls der gegnerische Torhüter einen großartigen Auftritt hinlegt? Welche Auswirkungen könnte ein plötzlich einsetzendes Unwetter haben? 

Das alles sind Faktoren, die bei der Berechnung der Quoten von zB Fussballwetten berücksichtigt werden müssen, und dafür stehen den Wettanbietern viele, teilweise komplexe Berechnungsformeln und -methoden zur Verfügung, beispielsweise der sogenannten Poisson-Verteilung. Hier wird auf Grundlage von Torstatistiken eine Endquote gefunden.

Man muss aber kein Mathe-Genie wie der französischer Physiker Siméon Denis Poisson sein, um ein Gefühl für die richtige Quote zu erhalten. Stell dir einfach vor, A und B spielen 100 mal unter den gleichen Voraussetzungen gegeneinander und berücksichtige all die oben genannten und weitere Faktoren die Einfluß auf das Endergebnis haben können. Wie oft gewinnt A dann noch, wie oft wird es ein Unentschieden oder einen Sieg von B geben und vergess nicht, dass es schon die seltsamsten Überraschungen im Fußball gegeben hat. 

Anschließend berechnest du die Quote basierend auf deiner Prognose. 

Beispiel

Du denkst, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Heimsieg, ein Unentschieden und einen Auswärtssieg 53% -27% -20% beträgt. 

Damit lässt sich deine ganz persönliche Gesamtquote des Spiels ganz einfach berechnen: 1: (100/53) 1.89 X: (100/27) 3.70 2: (100/20) 5.00. Bei der Doppelten Chance: 1x (100/80) 1.25 – x2 (100/47) 2.13

Bitte beachte dabei Folgendes: Die Wettanbieter berechnen die Quoten nie auf der Basis von 100%, weil sie selbst Einnahmen erzielen wollen. Je nach Anbieter gibt es unterschiedliche Wettschlüssel. Ein Buchmacher hat vielleicht die gleichen Wahrscheinlichkeiten berechnet wie du und trotzdem sehen seine Quoten anders aus. Sie nehmen nicht 100% als Grundlage, sondern beispielsweise 94%. 

Beispiel mit den selben Prozentwerten: 

1: (94/53) = 1.77, 94/27 = 3.48, 94/20 = 4.70. 

Damit ergibt sich schon eine Differenz von 0,11 Punkten für einen Heimsieg. Das hört sich nicht nach viel an, doch mit einem Einsatz von 100 € ergibt sich daraus ein Unterschied von 11 € solltest du gewinnen. Eine gute Quote wäre in diesem Fall für dich die eines Buchmachers, der diesen Heimsieg mit einer Quote von mindestens 1.89 oder höher anbietet. Ansonsten solltest du eventuell überlegen, ob die bessere Wette nicht die andere Seite wäre…Somit ist ein neben der Wettquote weiterer relevanter Faktor die Wettstrategie!

Wettquoten bei Fussballwetten –auf was müsst ihr achten?

Wie bereits oben erläutert, gibt die Wettquote Auskunft darüber, welche Gewinnwahrscheinlichkeit ein Wettanbieter für eine Mannschaft berechnet; zusätzlich zieht jeder Anbieter einige zusätzliche Prozentsätze in seinem Quotenschlüssel ab. 

Wird der Heimsieg des Favoriten im nächsten Spiel mit 1.30 angegeben, entspricht dies so einer Wahrscheinlichkeit von knapp 77 %. (Einfache Rechnung: 1/1.30*100 = 76.92).  

Wenn Du das für eine realistische Einschätzung hältst und die Wahrscheinlichkeit sogar höher als 77% einstufst wäre das eine gute Quote und Du solltest sie nutzen. Falls du jedoch der Meinung bist, dass die Wahrscheinlichkeit viel niedriger ist, wie beispielsweise 65% ( also 1.53), dann solltest du dich gegen diese Wette entscheiden. 

Der Unterschied bei der Auszahlung beträgt bei einem Einsatz von 100 € immerhin 23 €. 

Bei der Auswahl eines Buchmachers solltest du sicherstellen, dass der Anbieter einen hohen Quotenschlüssel verwendet. Manche Buchmacher verwenden in den Top-Ligen einen hohen Schlüssel, zum Beispiel 97,5%. Eine 50%ige Gewinnchance beträgt somit zum Beispiel 1.95. Es gibt jedoch auch Anbieter mit Schlüsseln von nur 92% oder noch weniger. Für eine 50%ige Gewinnchance gibt es dort nur eine Quote von 1,84. Auf den ersten Blick scheint der Unterschied zwischen Quoten wie 1.95 und 1.84 nicht groß zu sein. Mit einem Einsatz von 10 € gewinnst du einmal 9,50 € und bei dem anderen Anbieter 8,40 €. 

Aber innerhalb eines Monats wettet man unzählige Male – und bei 100 richtigen Wetten beträgt der Gewinnunterschied bereits 110 €. Da es beim verlieren keinerlei Unterschiede gibt, schau genau hin. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 10€ kannst du im obigen Beispiel noch 11 mal öfter wetten.